Ein Licht für einen geliebten Menschen. Eine Erinnerung, die bleibt. Und das tröstliche Gefühl, mit seiner Trauer nicht allein zu sein. Bei der Gedenkfeier der Bestattung Trofaiach wurde der Lichterbaum zu einem Symbol für geliebte Menschen, die verstorben sind.
Silvia Fürstaller, Leiterin der Bestattung Trofaiach und Initiatorin der Veranstaltung, begrüßte die Angehörigen und dankte den fünf Rednerinnen, die Familien auf ihrem Weg des Abschieds begleitet haben. Gemeinsam stellten sie fünf Gedanken in den Mittelpunkt: Dankbarkeit, Erinnerung, Weitertragen, Vermissen und Liebe.
Mit einfühlsamen Worten machten die evangelische Pfarrerin Daniela Weber, die katholische Pastoralreferentin Barbara Trafella, Trauerrednerin Barbara Fath, Kathrin Köck von der katholischen Pfarre Trofaiach und Trauerrednerin Tina Sumann spürbar, wie vieles von einem Menschen bleibt, auch wenn wir ihn nicht mehr sehen oder berühren können.
Wie ein Baum ist auch unser Leben tief verwurzelt – in unserer Herkunft, in unserer Familie und unseren Freunden, in gemeinsamen Erlebnissen und in den Menschen, die uns begleiten. Wenn ein geliebter Mensch stirbt, ist es, als würde ein Ast dieses Lebensbaumes fehlen. Doch die Wurzeln bleiben. Erinnerungen, vertraute Worte, kleine Gesten und die Liebe wachsen in uns weiter – der Lebensbaum treibt neu aus.
Die Angehörigen waren eingeladen, selbst ein Licht am Erinnerungsbaum zu entzünden: Nach und nach begann der Baum zu leuchten und hinter jedem einzelnen Licht stand einmal ein Mensch, eine einzigartige Lebensgeschichte und heute jemand, der ihn schmerzlich vermisst. Aus vielen kleinen Lichtern entstand ein gemeinsames, warmes Leuchten – ein stilles Zeichen dafür, dass niemand mit seiner Trauer allein sein muss.
Die musikalische Gestaltung durch Soultunes (Susanne Steinkellner und Tina Sumann) verlieh der Feier einen besonders stimmungsvollen Rahmen und ließ Raum für persönliche Gedanken und Erinnerungen.
Trauer hat viele Gesichter. Alles darf sein, nichts muss. Wir können die gemeinsame Zeit nicht zurückholen, aber wir dürfen sie im Herzen bewahren. Denn wie die Lichter am Baum leuchtet auch die Liebe zu unseren Verstorbenen weiter.